Eichhörnchen
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Eichhörnchen

Das Eichhörnchen ist unser Schreibmaskottchen und die Versinnbildlichung von "Show, don't tell!". Was damit gemeint ist, beschreiben wir unten.

Die Geschichte des Eichhörnchens

Als Sandra Röttges-Paslack und Marcus Meisenberg ihren ersten gemeinsamen Roman (Lebenspfand) schrieben, stellten sie schnell fest, dass ihr Schreibstil zwar gut harmonierte, sie sich aber teils auf unterschiedliche Aspekte der Geschichte konzentrierten.

Nachdem sie pro Kapitel festgelegt hatten, was darin vorkommen sollte, geschah im ersten Entwurf folgendes:

Marcus trieb in erster Linie recht nüchtern die Handlung voran. Sandra dagegen setzte auf starke Bildhaftigkeit. Je nachdem, wer welches Kapitel geschrieben hatte, überwog entweder das eine oder das andere. Wir diskutierten, wann welche Ausprägung der Geschichte gut tat.

In einem Absatz baute Sandra zum Beispiel einen Baum nebst vorbeihuschendem Eichhörnchen ein. Beim genaueren Hinsehen unterstützte dies die Stimmung der Szene in diesem Moment, ohne sie explizit zu benennen.

Aber ein Text, egal, ob Roman oder Kurzgeschichte, sollte beides besitzen. Eine voranschreitende Handlung mit Atmosphäre, die Leserinnen und Leser emotional miterleben können. Im englischen Sprachraum bringt man es mit der Forderung „Show, don’t tell!“ auf den Punkt. Übersetzt heißt das: „Erzähle nicht, sondern zeige!“

Gemeint ist, dass der Lesende durch das Ansprechen mehrerer Sinne die Geschichte intensiver fühlen kann. Natürlich ist die Intensität des "Zeigens" abhängig von Textart und Genre, sollte aber als Autor:in stets als Stilmittel im Hinterkopf behalten werden.

Seitdem setzen wir das „Eichhörnchen“ in unseren Texten ein, um eine gewünschte Atmosphäre zu erzeugen. Dosiert verwendet, untermalt es nicht nur die Stimmung der Geschichte, sondern kann sogar Charaktereigenschaften des Protagonisten verdeutlichen, ohne über die Figur selbst zu schreiben.

Dieses gemeinsame Herantasten an die richtige Dosis führte dazu, dass das Eichhörnchen zu unserem persönlichen Maskottchen und auch zum Glückbringer des Krefelder AST wurde.